Masterprojekt/-arbeit: Konkordanz für Ortsverzeichnisse

Es gibt eine Vielzahl von Ortsverzeichnissen, die als Linked Open Data zur verfügung gestellt werden. Leider gibt es unter den Verzeichnissen nur wenige Verknüpfungen, so dass die von Linked Data propagierte Vernetzung von Daten nicht wirklich zum Tragen kommt. Mit Hilfe einer Cross-Kondordanz für Ortsverzeichnisse würde man diesen Mangel beseitigen. Man könnte von Daten, die mit einem Verweis in Ortsverzeichnis A versehen sind, zum Ortsverzeichnis B wechseln und weitere Daten finden, die mit diesem verknüpft sind.

Technisch wird die Markierung identischer Orte durch Einfügen von owl:sameAs-Beziehungen zwischen Individuen der verschiedenen Verzeichnisse realisiert. Bei nicht eindeutigen Beziehungen kann ggf. auch auf das Simple Knowledge Organization System (SKOS) zurückgegriffen. Beim Finden identischer Individuen (Orte) lassen sich vermutlich Techniken zum ontology matching/mapping nutzen. Diese Algorithmen müssen natürlich für die speziellen Gegebenheiten von Orts- und Verwaltungsstrukturen angepasst werden.

Eine Schwierigkeit besteht z.B. darin, dass einige Verzeichnisse eine concept vs. place dual practice [1] verwenden, andere jedoch nicht. Ebenso wird bei manchen Verzeichnissen zwischen Wohnplatz und Verwaltungsobjekt unterschieden, bei anderen nicht.

Folgende große Ortsverzeichnisse sind als Linked Data verfügbar:

Darüberhinaus gibt es noch einige weitere umfangreiche Ortsverzeichnisse, die zwar noch keine Linked Open Data anbieten, die man aber auch einbeziehen könnte, wie z.B. OpenGeoDB oder OpenStreeMap (wobei letzteres bereits zum Teil über LinkedGeoData erschlossen ist).

[1] Alexiev, Cobb, Garcia, Harpring: „Getty Vocabularies: Linked Open Data“, 2014, S. 48 f.

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